Version 2.5.0



Schaltsack selber nähen
Mit ein bisschen Übung und einer Nähmaschine kann man sich einen individuellen Schaltsack (oder auch Bremshebelsack) selbst nähen.
Vorwort
Im folgenden ist beschrieben, wie man sich einen Schaltsack selbst herstellen kann. Prinzipiell kann man hierfür ein beliebiges Material verwenden, im Beispiel ist Kunstleder verwendet worden. Die Nähte kann man farblich abheben oder auch unauffällig gestalten, je nach Geschmack. Im Beispiel wird ein schwarze Sack mit weiß abgehobenen Nähten beschrieben. Die Form kann natürlich je nach Können auch variiert werden.

Benötigte Materialien
- ca. 0,5 Meter schwarzes Kunstleder (ink. ausreichend Reserve, falls man sich mal verschneidet)
- schwarzes Nähgarn
- weißes Nähgarn
- 1 Kabelbinder
- original Schaltsack (Muster)
- Nähnadel
- Nähmaschine

Vorbereitung
Zuerst trennt man den original Schaltsack mit einem scharfen Messer an den Nähten vorsichtig auf. Hierzu einfach einen Faden nach dem anderen aufschneiden und die einzelnen Stücke des Schaltsacks vorsichtig auseinanderziehen. Bevor man die einzelnen Teile des Schaltsacks durcheinandermischt sollten die Seiten so markiert werden, dass man erkennt, welches der 4 Stücke an welches andere Stück gehört. Dies kann z.B. so erfolgen:



Wenn der alte Schaltsack in 4 Stücke zerteilt ist, dann die Fadenreste entfernen und die Teile auseinanderklappen. Fertig sind die Muster.

Rohlinge anfertigen
Die Muster legt man nun auf die Innenseite des neuen Kunstleders und zeichnet die Konturen ringsrum ab und dann noch mal mit 1 bis 2 cm Überschuß außen um die Kontur herum (am besten sind hierfür Filzstifte geeignet). Falls ihr Stoff anstatt von Leder benutzt, passt auf, dass der Stift nicht auf der anderen Seite durchfärbt. Gebt lieber etwas mehr Überschuss dazu, abschneiden kann man hinterher immer noch.



Dann werden die Rohlinge den Konturen entlang ausgeschnitten und fertig sind sie.

Hinweis: Beim Aufzeichnen und Ausschneiden am besten darauf achten, dass die enRohlinge so auf dem Kunstleder angeordnet sind, dass man wenig versschwendet (am besten die Einzelteile gegeneinander anordnen).


Zuasmmennähen
Vor dem Nähen mit der Maschine muss man erstmal die Einzelteile zusammensetzen und per Hand zusammennähen. Hierfür die Einzelteile mit der Außenseite nach innen an den an den Rändern anlegen (gem. den zu Anfang gemachten Markierungen) und an der außenseite mit ein paar Stichen (1 Stich/cm reicht) mit einem farbigen Faden (den sieht man hinterher besser) fixieren. Wichtig dabei ist, dass hierbei die Naht zwischen der inneren und der äußeren Markierung liegt, damit man hinterher die Einstiche nicht sieht.



Sobald man 2 Teile auf diese Art zueinander fixiert hat, geht man mit der Nähmaschine mit schwarzem Nähgarn (sowohl Unter- als auch Oberfaden in schwarz) mit einer Stichweite von ca. 0.5 bis 1 mm entlang der inneren Markierung. Dabei darauf achten, dass die Teile sich dabei etwas gegeneinader wölben, damit das Ergebnis schön bauchig wird. Dabei nicht vergessen, die Fäden ordentlich zu verriegeln, damit die Naht nicht wieder aufgeht.

Diese Vorgehensweise wiederholt man, bis man alle 4 Teile an insgesamt 3 Seiten zusammengenäht hat (also so, dass die ganze Manschette noch der länge nach aufgeklappt ist). Der zur Fixierung dienende Faden wird nun wieder entfernt. Nun wechselt man auf weißes Nähgarn (wieder Ober- und Unterfaden) und näht nun (die Außenseite nach oben) die jeweils 5 mm links neben der schwarzen Naht und 5 mm rechts neben der schwarzen Naht eine weiße Naht mit ca. 1 bis 2 mm Stichweite. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass die Naht sehr gerade und sehr sauber ist, da diese durch die abgehobene Farbe ja sehr deutlich sichtbar ist.



Wenn die 3 Seiten nun mit den weißen Nähten verziert sind klappt man den oberen Rand des Schaltsacks auf ca 1,5 bis 2 cm nach innen um und fixiert den oberen Rand mit wenigen Stichen von Hand. Nun wird wieder auf schwarzes Nähgarn umgestellt und mit der Maschine der Rand im Abstand von ca. 1 cm mit einer Stichweite von ca. 1 mm sauber von außen abgenäht. Wichtig wiederum: die Fäden ordentlich verriegeln. Durch das Umnähen ist nun die Führung für den Kabelbinder entstanden, welcher den Schaltsack zum Knauf hin festzurren soll.

Nun wird die letzte Seite zusammengehalten (wieder die Innenseite außenliegend) und von Hand fixiert. Dabei darauf achten, dass die Naht nur bis kurz unter die Führung für den Kabelbinder geht. Der kabelbinder muss ja schließlich noch rausgucken können, sodass man ihn ordentlich verschließen und auch wieder aufmachen kann. Dann mit schwarzem Garn entlang der inneren Markierung die Seite zunähen und anschließend analog der voerherigen Vorgehensweise die weißen Ziernähte hinzufügen. Fertig ist der Schaltsack.

Befestigung
In die genähte Führung einen Kabelbinder einziehen. Dann den Schaltsack über den Rahmen des Schaltsack ziehen und befestigen (Achtung: vorne und hinten nicht verwechseln). Der Schaltsack wird im Rahmen entweder nur eingeklemmt (wie z.B. beim Vectra B) oder getackert (wie z.B. beim Vectra A). Nun den Sack über den Schaltstock ziehen. Den oberen Rand des Schaltsacks nach innen einmal umlegen und dann mit dem Kabelbinder festziehen. Dann noch den Rahmen in der Schaltkulisse einklipsen (Achtung: vorne und hinten nicht verwechseln) und fertig ist der Einbau.

So kann das Ergebnis dann z.B. aussehen:


Von: cptgut
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